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Kapitel 4

Zuhause angekommen ging ich erst mal duschen. „Lass dir ruhig Zeit!“ rief Edward mir noch hinterher. Erst wollte ich fragen, was er damit meinte, entschied mich aber doch dagegen. Also tat ich wie mir befohlen und blieb extra lange unter der heißen Dusche. Ich dachte über die Zeit vor meiner Wandlung nach und stellte fest, dass heute  exakt der Tag war, an dem mich Edward das erste Mal gerettet hatte. Ich konnte immer noch kaum glauben, dass das Ganze schon fünf Jahre her war. Damals dachte ich die Cullens wäre verrückt und wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich bald ein Teil davon sein werde, hätte ich gesagt der spinnt total. Das brachte mich zu einem Lächeln. Ich trat aus der Dusche und wäre vor Schreck beinah wieder zurückgetreten, denn was ich sah, war nicht das Waschbecken und den Spiegel, sondern mein brombeerfarbenes Handtuch und dahinter meinen Mann. „ Ich habe zwar gesagt du sollst dir Zeit lassen, meinte damit aber nicht du sollst fünf Stunden unter der Dusche verbringen“, sagte er mit einer Samtstimme. „Ich war doch gar keine fünf Stunden duschen“, flüsterte ich mit gesengtem Blick zurück, denn mir war es peinlich vor Edward nackt auf dem Präsentierteller zu stehen. „Stimmt, aber eine dreiviertel Stunde war es schon“, erwiderte er. Ich wollte mir aus lauter Scham mein Handtuch nehmen, doch er hielt es sich schnell genug hinter den Rücken sodass mir nichts anderes übrig blieb als mir die Arme vorne um den Körper zu schlingen und den Kopf zu senken. Keine zwei Sekunden später hob mein Engel mein Kinn mit seinem Finger an und suchte meinen Blick. Da ich ihn lange genug kannte um zu wissen, dass er solange nichts sagte, bis ich ihn anschaute erwiderte ich seinen Blick. „Bella, ich habe dich schon oft genug nackt gesehen und finde dich unglaublich hübsch. Das brauch dir also nicht peinlich zu sein“, sagte er, warf das Handtuch auf den Boden und zog mir sanft aber bestimmt die Arme von meinem Körper weg. Und ich wusste, dass er wusste, dass, wenn ich es nicht gewollt hätte und mich dagegen gewehrt hätte, er es nie geschafft hätte, denn ich war immer noch ein klein wenig stärker als er. Als er das geschafft hatte breitete sich ein sanftes ermutigendes Lächeln auf seinen Lippen aus. Mein Blick schweifte zu dem Handtuch auf dem Boden und ich überlegte, wie ich es wohl schaffen könnte schnell an mein Handtuch zu kommen. „Probier es erst gar nicht. Du weißt, dass ich schneller bin als du“, sagte Edward und ehe ich mich versah war ich in seinen Armen. „Edward, ich bin ganz nass.“ „Na und?“ „Jetzt bist du auch ganz nass.“ „Das stört mich recht wenig. Ich muss mich eh umziehen. Und außerdem geht die wunderschöne Frau in meinen Armen vor.“ So langsam erholte ich mich aus meiner Starre, in die ich kurz verfallen war und schmiegte mich eng an ihn. „Na siehst du. Geht doch. Das braucht dir doch gar nicht peinlich sein. Wir sind doch unter uns.“ „Da hast du recht.“ „Ja, und zudem habe ich dich tatsächlich schon oft genug nackt gesehen.“ „Ja, aber immer nur im Bett.“ „Dann weiten wir das ganze eben aus.“ „Wie meinst du das?“ „Das wirst du noch früh genug erfahren. Und jetzt mach dich fertig. Ich habe eine Überraschung für dich“, sagte mein Engel mit einem Lächeln. „Was denn für eine?“, fragte ich, doch er sagte nur:„Alles zu seiner Zeit.“ Dann verließ er das Badezimmer. Kurz bevor er aus der Tür war drehte er sich noch einmal um und meinte nur:„Ach ja, zieh dir was Hübsches an. Am liebsten das blaue Kleid, das ich so gerne an dir sehe, oder das bernsteinfarbene Kleid, das ich ebenfalls sehr mag.“ Damit ließ er mich allein im Bad (bei offener Tür!) zurück. Ich überlegte noch, ob ich die Tür hinter ihm zu schmeißen sollte, entschied mich aber, zum einen wegen meiner Kraft und zum anderen wegen Edwards Blick, der mich warnen sollte, dagegen. Ich entschied mich, trotz der Warnung, zu rebellieren und zog keine fünfzehn Minuten später in meinem Kleiderschrank das brombeerfarbene Kleid, das ich so gerne mochte, an. Dann ging ich Richtung Wohnzimmer und erschrak fast, als ich Edward in der Schlafzimmertür stehen sah. Ich dachte schon er würde mir wieder vorwerfen ich hätte zu lange gebraucht, war dann aber überrascht, als er mich von oben bis unten musterte. „Was?“, fragte ich und blieb mitten im Zimmer stehen. „Hatte ich nicht gesagt du sollst das blaue oder das bernsteinfarbene Kleid anziehen?“ „Ja, aber warum soll ich mir von dir vorschreiben lassen, welches Kleid, warum überhaupt ein Kleid, ich anziehen soll?“ „Darf ich mir denn nichts mehr wünschen? Egal. Hauptsache du bist fertig. Bist du doch, oder?“ „Äh ja klar“, antwortete ich etwas verdutzt. „Also gut. Darf ich dir die Augen verbinden?“ „Na gut. Aber du musst doch nicht extra fragen.“ „Doch, ich wollte es lieber, bevor du mich den ganzen Abend hasst.“ „Das würde ich nicht!“ „Hör auf zu diskutieren, Bella.“ Dann schloss er mit seinen Lippen meinen Mund, den ich schon zum Erwidern geöffnet hatte. Der Kuss dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde, dann wurde mir schwarz vor Augen. Aber nicht weil ich in Ohnmacht fiel, sondern weil mir die Augen verbunden wurden. Nun konnte ich also nur noch meinem Mann vertrauen. Aber das erwies sich schwerer als gehofft.

4.1.15 15:17

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