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Kapitel 5

Edward zog mich von den Füßen und fing mich in seinen Armen auf, dann verschloss er erneut meinen Mund mit seinem. Im Nu waren alle meine Sinne ausgeschaltet, weil ich den Kuss so genoss. Ich kam mir vor, wie ein hilfloses Baby, als sich Edward in Bewegung setzte. Der Weg kam mir endlos vor. Ich konnte mich überhaupt nicht orientieren und war kurz davor zu schreien, aber Edward wäre nicht Edward, wenn er das nicht hätte kommen sehen. Und so flüsterte er in mein Ohr: „Ganz ruhig Bella. Wir sind gleich da. Ich bin ja bei dir. Also bleib ganz ruhig es wird und kann dir nichts passieren.“ Kurz darauf blieb er stehen und setzte mich ab. Meine Füße waren etwas eingeschlafen und so lehnte ich mich an meinen Ehemann. Dieser öffnete ganz langsam meine Augenbinde und ich sah unser Wohnzimmer. Aber es sah nicht so aus wie immer, sonder viel schöner. Der Esstisch war gedeckt, Blumen standen in Vasen auf dem Couch- und Esstisch, Rosenblätter waren auf dem Boden verteilt und es duftete herrlich nach Meer. Langsam drehte ich mich um und sah meinen Mann an. „Gefällt es dir?“, fragte er. „Ja, aber was hat das zu bedeuten?“ „Vielleicht erinnerst du dich noch. Genau heute vor fünf Jahren habe ich dich zum ersten Mal gerettet.“ „Du wirst es nicht glauben, aber ich erinnere mich noch ganz genau. Und vorhin, als wir nach Hause gekommen sind habe ich es festgestellt. Da waren diese Typen…“ „Bella bitte sprich nicht weiter, sonst…“ „Sonst was?“, forderte ich. „Sonst können wir diesen Abend zu zweit sofort beenden, denn ich würde mich auf die Suche nach diesen Typen machen und sie noch umbringen.“ „Okay, okay. Ich rede nicht weiter. Also was hast du jetzt vor?“ „Lass dich doch einfach überraschen“, sagte er und lenkte mich zur Couch. Er ließ sich auf das Sofa fallen und zog mich auf seinen Schoß. Dann drückte er auf die Fernbedienung und schaltete unseren Fernseher ein. Der Vorspann der DVD, die wir in unseren Flitterwochen schauten flimmerte über den Bildschirm. „Edward was wird das?“, fragte ich verdutzt. Er drehte mit seinen Fingern meinen Kopf zu sich und schaute mir tief in die Augen. „Bella. Du musst nicht immer alles wissen und alles perfekt organisieren. Lass dich doch einfach mal überraschen und genieße es.“ „Ja, aber das mach ich doch.“ „Nein Bella. Du musst immer alles planen und lässt dich nicht auf etwas Neues ein. Lass dich doch einfach nach hinten fallen und schau wer dich auffängt.“ „Na gut“, sagte ich und tat wie mir geheißen. Ich wurde natürlich von Edward aufgefangen. Der schaute etwas verdutzt drein. „Was denn? Ich mach nur das, was du mir gesagt hast.“ „Ja, aber das war nicht wörtlich gemeint.“ „Nicht?“, fragte ich mit ein wenig Spott. „Nein. Aber wenn wir schon dabei sind. Wer hat dich aufgefangen?“ „Hm, ich weiß nicht. Da sitzt so ein süßer Kerl auf meiner Couch.“ „Sehr witzig.“ „Finde ich auch.“ Er schaute mich ernst an. „Okay. Du hast mich aufgefangen. Zufrieden?“ „Ja bin ich.“ „Und was soll mir das jetzt sagen?“ „Damit wollte ich zeigen, dass immer jemand bei dir ist um dich aufzufangen und auch auf den du dich verlassen kannst. Also gib mir doch heute Abend die Verantwortung und genieß es einfach.“ „Okay, aber eine Bedingung hab ich.“ „Also gut. Schieß los.“ „Der Abend muss was ganz besonderes werden und du musst mich immer auffangen.“ Doch anstatt einer Antwort erhielt ich nur einen Kuss, der mir nach wie vor den Verstand raubte. Nachdem ich mich wieder im Griff hatte kuschelte ich mich an meinen Engel und schaute gespannt auf den Bildschirm. Ich war überrascht, dass schon nach zwanzig Minuten der Abspann über den Fernseher lief. Ich drehte mich um und sah meinen Mann ungläubig an. Er verstand sofort, lächelte und meinte nur „Tja, wenn man halt drei viertel des Films damit verbringt zu reden, kann man nichts mehr machen.“ Gespielt gedemütigt setzte ich mich schmollend auf den Sessel. So wie ich erwartete wollte Edward mich wieder zu sich auf den Schoß holen, aber ich verschmolz mit dem Sessel sodass er keine Chance hatte. Er gab nach dem einen Versuch sofort auf, ließ mich in Ruhe und verließ den Raum. Ich blieb erstaunt sitzen und fragte mich, ob er es vielleicht als ernst empfand als er keine fünf Minuten später erneut das Zimmer betrat. Er kam zu mir und ging vor mir in die Hocke. „Bella, ich weiß, dass das alles nur gespielt ist. Dafür kenne ich dich zulange um zu wissen, wann du etwas nur spielst und wann du es wirklich ernst meinst. Ich würde jetzt gerne einen wunderschönen Abend mit dir verbringen. Aber das kann ich nicht, wenn du hier in deinem Sessel sitzen bleibst. Also werde ich dich jetzt hoch heben und du wirst dich nicht wehren. Okay?“ „Okay“, sagte ich und gab nach. Es trat ein Lächeln auf seine Lippen und er beugte sich über mich. Sofort war ich in seinen Armen und er trug mich zur Tür. Als wir an dieser angekommen waren setzte er mich ab und öffnete sie. Mein Blick ging automatisch nach draußen und ich traute meinen Augen kaum. Denn was ich da sah war eine große weiße Limousine. „W…Was wird denn das jetzt?“, fragte ich meinen Mann. „Wir machen einen kleinen Ausflug. Und da ich weiß, dass du schon immer gerne mal in so einem Auto sitzen wolltest, hab ich mir gedacht, dieser Abend passt perfekt.“ „WOW! Das ist echt fantastisch! Danke!“, bedankte ich mich und gab ihm einen Kuss. „Na komm, lass uns gehen.“ „Gerne. Aber wohin fahren wir denn?“ „Ich habe mir gedacht, wir schauen uns mal an, was das Musical ‚Tanz der Vampire’ so mit sich bringt“, sagte er mit einem Lächeln. „Na dann. Let’s go! “ Nach einer halben Stunde Fahrt waren wir endlich am Theaterhaus angekommen. Über dem Dach sah man eine große Tafel mit den Darstellern und dem Titel des Musicals, das zurzeit gespielt wurde. Edward hatte mir schon oft erzählt, dass die Menschen uns Vampire immer anders darstellten und deshalb war ich auch nicht sehr verwundert, dass der Graf mit schwarzem Umhang abgebildet war. Wobei ich aber sagen muss, ganz so anders ist es nicht, denn schließlich haben die Volturi auch schwarze Umhänge um. Während ich so dastand und mir so meine Gedanken machte merkte ich nicht, dass Edward verschwunden war. In mir stieg schon Panik auf, aber als ich ihn am Eingang stehen sah, verschwand diese sogleich. Ich ging auf ihn zu und er nahm meine Hand. Zusammen gingen wir hinein und gaben unsere Jacken an der Garderobe ab. Da wir noch etwas Zeit hatten holte ich uns jeweils einen Sekt. Als ich vor der Theke stand war ich mir der Blicke der vielen Männern bewusst. Aber eine spürte ich besonders. Ich wusste, dass Edward es nicht sehr mochte, wenn ich von so vielen Männern angestarrt wurde, aber ich machte mir diesmal einen Spaß daraus. Ich blieb extra länger an der Theke und flirtete ein wenig mit dem Angestellten. Dieser war sehr angetan und versuchte natürlich an meine Nummer zu kommen. Da ich jedoch keinen Streit mit meinem Engel haben wollte, gab ich ihm nicht meine Handynummer, sondern die von einer Bekannten. Als ich wieder zurück zu Edward kam schaute dieser mich ziemlich sauer an. „Bella. Kannst du mir bitte mal verraten was das gerade eben sollte?“ „Klar. Ich haben diesem netten Typen nur schöne Augen gemacht.“ „Du weißt ganz genau, dass ich so was nicht leiden kann. Also warum hast du das gemacht?“, fragte er mich wütend. „Ich wollte dich nur etwas auf die Palme bringen. So wie du dir manchmal Scherze erlaubst, habe ich mir jetzt einen Scherz erlaubt“, antwortete ich ihm lächelnd. „Ich glaube aber deinen Scherz hat der junge Mann dort drüben nicht so ganz verstanden“, sagte er mit einem Unterton in der Stimmer, der mich wissen lies, dass er mir verziehen hat. Ich folgte seinem Blick und sah, dass der Angestellte mich immer wieder anschaute. Ich wusste, dass wenn ich jetzt nicht zeige, dass ich vergeben bin, er mir hinterherlaufen würde. Also drehte ich mich zu Edward und gab ihm einen langen Kuss. Ich spürte den eiskalten Blick, den der Thekenjunge mir zuwarf, aber ignorierte ihn bewusst. Nachdem wir uns von einander gelöst hatten kam auch schon der Ausruf: „Sehr geehrte Damen und Herren. Bitte begeben sie sich nun auf ihre Plätze. Die Vorstellung beginnt in fünf Minuten!“

Nachdem wir uns auf unsere Plätze, in der zweiten Reihe, gesetzt hatten begann kurze Zeit später auch das Musical.

Nach ca. zwei Stunden war die Vorstellung zu Ende. Und ich muss wirklich sagen, die Lieder, die Darsteller und die Handlung waren richtig gut. Edward fand das wohl auch, denn er gab keinen einen nicht so guten Kommentar ab.

Dann fuhren wir in der Limousine wieder zurück.

Zu Hause setzten wir uns dann auf unsere Couch, kuschelten uns aneinander, wobei ich mich auf Edwards Schoß legte, und ließen unsere Gedanken schweifen.

4.1.15 15:17

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